Freiwillige Helfer pflegen Moosbrunner Naturjuwel

Freiwillige Helfer pflegen Moosbrunner Naturjuwel

v.l.n.r.: Ernst Spitzbart vom ORS-Kurzwellensendezentrum als Grundeigentümer, Bgm. Paul Frühling, Irene Drozdowski und Alexander Mrkvicka vom Landschaftspflegeverein

Das sogenannte "Herrngras" am Rande der Gemeinde Moosbrunn ist ein echter Naturschatz. Das wertvolle Feuchtwiesengebiet ist die Heimat einiger Pflanzen und Tiere, die teils weltweit einzigartig sind. Dazu gehören das Sumpfknabenkraut, die Sumpfgladiole und ein seltener Schmetterling namens Moorwiesenvögelchen. Umso wichtiger sind der Erhalt und die Pflege dieses Gebiets, was regelmäßig von freiwilligen Helfern durchgeführt wird. 

Der Landschaftspflegeverein Thermenlinie - Wienerwald - Wiener Becken nimmt sich in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Moosbrunn dem Herrngras an und sorgt mit viel ehrenamtlichem Muskelschmalz dafür, dass die Feuchtwiese gesund bleibt und weiterlebt. Vereinsobfrau und -gründerin Irene Drozdowski war beim Pflegetermin ebenfalls vor Ort: „Unser Ziel ist es, ökologisch besonders wertvolle Flächen zu erhalten und das Moosbrunner Herrngras ist ein absoluter Hotspot in Sachen Biodiversität. Würde man es mit Gebäuden vergleichen, dann wäre das Herrngras etwa so bedeutend, wie Notre Dame oder der Stephansdom." Da das Gebiet aufgrund der Nässe nicht mit Traktoren befahren werden kann, wird alles händisch gemacht. „Die besonders schönen Feuchtwiesenbereiche werden im Herbst gemäht, damit die Pflanzen noch aussamen können. Wir haben das am Vortag mit dem Balkenmäher erledigt. Heute rechen wir händisch zusammen und transportieren dann alles ab." Dies ist nötig, da der Boden frei sein muss, um den Samen der Pflanzen das Keimen zu ermöglichen. 

Bürgermeister Paul Frühling ist dankbar für die Hilfe der Freiwilligen: „Das Herrngras ist weit bekannt für seine Artenvielfalt. Unsere Umwelt ist eines der höchsten Güter und die Arbeit, die hier von den ehrenamtlichen Helfern geleistet wird, ist unbezahlbar. Mein aufrichtiger Dank geht an die Freiwilligen, die hier bei uns in Moosbrunn dafür sorgen, dass einige sehr seltene Pflanzen und Tiere weiter existieren."